Inhalt dieses Guides
- Warum digitale Berufsorientierung? — Zahlen, Fakten, Dringlichkeit
- Überblick der Möglichkeiten — Jobboards, Displays, Apps und mehr
- Jobbi als Lösung — Display, Portal und App in einem
- So führt Ihre Schule digitale BO ein — Schritt für Schritt
- Fördermöglichkeiten — Digitalpakt, Landesförderungen, Stiftungen
- Erfolgsbeispiele — Schulen, die es vorgemacht haben
- Häufige Fragen
Die Berufsorientierung an deutschen Schulen steht vor einem Umbruch. Während Unternehmen händeringend Auszubildende suchen, wissen viele Schüler:innen nicht einmal, welche Berufe es in ihrer Region gibt. Gleichzeitig hat sich das Informationsverhalten der Generation Z grundlegend verändert: Schwarze Bretter und Papierflyer erreichen sie nicht mehr. Digitale Lösungen sind gefragt — aber welche funktionieren wirklich?
Dieser Guide gibt Schulleiter:innen, BO-Koordinator:innen und Lehrkräften einen vollständigen Überblick. Von den Gründen für den digitalen Wandel über konkrete Tools bis hin zu Fördertoeffen und Praxisbeispielen: Alles, was Sie brauchen, um digitale Berufsorientierung an Ihrer Schule erfolgreich einzuführen.
1. Warum digitale Berufsorientierung? — Die Ausgangslage 2026
Der Fachkräftemangel ist in der Schule spürbar
Deutschland erlebt den größten Fachkräftemangel seiner Geschichte. Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) blieben 2025 über 73.000 Ausbildungsplaetze unbesetzt — ein Rekordwert. Besonders betroffen sind das Handwerk, die Pflege, die Gastronomie und die IT-Branche. Gleichzeitig muendet jeder fuenfte Schulabgänger in eine sogenannte "Warteschleife": berufsvorbereitende Maßnahmen, Praktikumsschleifen oder gar keine Anschlussperspektive.
Das Problem beginnt nicht erst nach dem Abschluss. Es beginnt in der Schule — dort, wo Berufsorientierung stattfinden sollte, aber häufig zu kurz kommt. Viele Schulen verfügen weder über die personellen Ressourcen noch über die digitale Infrastruktur, um Schüler:innen zeitgemäß an die Berufswelt heranzuführen.
Generation Z denkt digital — Schulen oft nicht
Die Generation Z (geboren ab 2000) informiert sich anders als alle Generationen zuvor. 92% der 14- bis 19-Jährigen nutzen täglich ein Smartphone, soziale Medien sind ihr primärer Informationskanal. Ein ausgedruckter Flyer am schwarzen Brett? Wird schlicht nicht wahrgenommen.
Gleichzeitig zeigen Studien, dass Schüler:innen sich durchaus für Berufe und Ausbildungen interessieren — wenn die Information zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort erscheint. Digitale Berufsorientierung nutzt genau dieses Prinzip: Sie bringt relevante, regionale Ausbildungsangebote dorthin, wo Schüler:innen sind — in die Schule, auf das Smartphone, in den Alltag.
KMK und Ländererlasse fordern Handeln
Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat in ihrer Empfehlung von 2023 bekräftigt, dass Berufsorientierung ein fester Bestandteil des schulischen Bildungsauftrags ist. Alle 16 Bundesländer haben entsprechende Erlasse und Rahmenvorgaben formuliert. In Nordrhein-Westfalen beispielsweise schreibt KAoA ("Kein Abschluss ohne Anschluss") verbindliche Standardelemente ab Klasse 8 vor. In Bayern ist Berufsorientierung durch das Bayerische Erziehungs- und Unterrichtsgesetz (BayEUG) verankert.
Die Botschaft ist klar: Schulen müssen Berufsorientierung systematisch anbieten — und digitale Tools können dabei helfen, die Anforderungen effizient zu erfüllen.
2. Überblick der Möglichkeiten — Was gibt es?
Der Markt für digitale Berufsorientierung ist vielfältig. Nicht jedes Tool passt zu jeder Schule. Hier ein strukturierter Überblick über die gängigsten Ansaetze:
| Kanal | Beschreibung | Aufwand für Schule | Kosten |
|---|---|---|---|
| Online-Jobboersen | Planet-beruf.de, BERUFENET, Azubiyo, Ausbildung.de | Mittel — aktive Nutzung nötig | Kostenlos |
| Info-Displays | 55-Zoll-Bildschirme im Schulgebaeude (z.B. Jobbi) | Null — Anbieter übernimmt alles | Kostenlos (Jobbi) |
| Berufswahltest-Apps | Check-U (Arbeitsagentur), Berufe Entdecker | Gering — Integration in Unterricht | Kostenlos |
| Virtuelle Messen | Vocatium digital, IHK-Ausbildungsmessen online | Mittel — Terminplanung nötig | Kostenlos bis 500 EUR |
| VR-Betriebserkundungen | 360-Grad-Rundgänge durch Betriebe | Hoch — Technik + Begleitung | 1.000 - 5.000 EUR |
| Betriebspraktika (digital begleitet) | Praktikumsboersen, digitale Praktikumsmappen | Mittel — Koordination | Kostenlos bis 200 EUR |
Die wichtigsten Kanale im Detail
Online-Jobboersen für Schüler:innen: Plattformen wie planet-beruf.de der Bundesagentur für Arbeit oder kommerzielle Anbieter wie Azubiyo bündeln Ausbildungsangebote deutschlandweit. Vorteil: große Auswahl. Nachteil: Schüler:innen müssen aktiv suchen — und tun dies erfahrungsgemäß selten ohne Anstoss.
Digitale Info-Displays in Schulen: Großformatige Bildschirme im Schulgebaeude zeigen täglich wechselnde Ausbildungsangebote aus der Region. Der größte Vorteil: Die Information kommt zu den Schüler:innen, nicht umgekehrt. Schüler:innen müssen keine App oeffnen und keine Website besuchen — sie sehen die Angebote beilaeufig in der Pause, auf dem Weg zur Mensa, im Flur. Jobbi bietet diese Lösung komplett kostenlos für Schulen an.
Berufswahltest-Apps: Tools wie Check-U (kostenlos von der Arbeitsagentur) helfen Schüler:innen, ihre Stärken und Interessen zu identifizieren. Sie eignen sich hervorragend für den Einsatz im Unterricht, ersetzen aber nicht die konkrete Vermittlung von Ausbildungsplaetzen.
Virtuelle Ausbildungsmessen: Besonders seit der Corona-Pandemie haben sich digitale Messen etabliert. Unternehmen präsentieren sich in virtuellen Messeständen, Schüler:innen können per Video-Chat Fragen stellen. Nachteil: Sie finden zu festen Terminen statt und erreichen oft nur einen Teil der Schülerschaft.
Betriebspraktika mit digitaler Begleitung: Das klassische Schülerpraktikum bleibt ein Kernbaustein der Berufsorientierung. Digitale Tools können die Vor- und Nachbereitung verbessern: digitale Praktikumsmappen, Online-Bewertungen und Matching-Plattformen, die Schüler:innen mit passenden Betrieben zusammenbringen.
Die beste Strategie: Kanaele kombinieren
Keine einzelne Lösung deckt alle Aspekte der Berufsorientierung ab. Die effektivste Strategie kombiniert passive Informationskanaele (Displays, Aushang) mit aktiven Elementen (Tests, Messen, Praktika). So erreichen Schulen sowohl die Schüler:innen, die aktiv suchen, als auch jene, die noch gar nicht wissen, was sie wollen.
3. Jobbi als Lösung — Display, Portal und App in einem
Jobbi wurde speziell für die digitale Berufsorientierung an Schulen entwickelt. Die Idee: Regionale Ausbildungsangebote müssen dort sichtbar werden, wo Schüler:innen täglich sind — in der Schule. Nicht auf einer Website, die niemand besucht. Nicht in einer App, die niemand herunterlaedtsr. Sondern auf einem 55-Zoll-Display im Schulflur, das man gar nicht übersehen kann.
Die drei Kanaele von Jobbi
1. Das 55-Zoll-Display: Ein großformatiger Bildschirm, der im Schulgebaeude installiert wird — typischerweise im Eingangsbereich, im Flur oder in der Mensa. Das Display zeigt täglich wechselnde Ausbildungs- und Praktikumsangebote aus der Region. Die Inhalte werden redaktionell geprüft und automatisch aktualisiert. Die Schule muss nichts tun: Jobbi liefert, installiert und wartet das Gerät. Komplett kostenlos.
2. Das Web-Portal (meinjobbi.de): Parallel zum Display können Schüler:innen und Eltern auf meinjobbi.de online nach regionalen Ausbildungsangeboten suchen. Das Portal ist DSGVO-konform, erfordert keine Registrierung und zeigt ausschließlich kuratierte Angebote. Lehrkräfte können das Portal auch im Unterricht einsetzen.
3. Die Jobbi-App: Für Schüler:innen, die Angebote auch auf dem Smartphone entdecken möchten, gibt es die Jobbi-App. Push-Benachrichtigungen informieren über neue Ausbildungsplaetze in der Region. Die App ist kostenlos und werbefrei.
Warum Jobbi für Schulen kostenlos ist
Jobbi finanziert sich über Unternehmensbuchungen. Ausbildungsbetriebe zahlen für die Präsentation ihrer Angebote auf den Displays und dem Portal. Für Schulen entstehen keine Kosten — weder für das Display noch für Installation, Wartung oder Strom. Zusaetzlich gehen 10% aller Unternehmensbuchungen direkt als Spende an den Förderverein der jeweiligen Schule. Schriftlich fixiert, jährliche Abrechnung mit Spendenquittung.
DSGVO: Kein Risiko für Schulen
Ein häufiges Argument gegen digitale Tools an Schulen ist der Datenschutz. Bei Jobbi entfällt dieses Argument vollständig: Die Displays zeigen öffentliche Stellenanzeigen — ohne Login, ohne Tracking, ohne Cookies. Es werden keine personenbezogenen Daten von Schüler:innen erhoben. Die Verarbeitung von Schuldaten (Schulname, Ansprechpartner) erfolgt nach Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO.
4. So führt Ihre Schule digitale BO ein — Schritt für Schritt
Die Einführung digitaler Berufsorientierung muss kein großes Projekt sein. Mit der richtigen Planung lässt sich der Prozess in wenigen Wochen umsetzen. Hier der bewährte Ablauf:
Bestandsaufnahme: Wo steht Ihre Schule?
Prüfen Sie, welche BO-Maßnahmen bereits existieren (Praktika, BIZ-Besuche, Messen). Identifizieren Sie Lücken: Erreichen Sie alle Schüler:innen? Sind die Angebote aktuell? Gibt es einen BO-Koordinator? Die meisten Schulen stellen fest, dass die passive Informationsvermittlung (Aushang, Flyer) veraltet ist und digitale Kanaele fehlen.
Bedürfnisse klaeren und Kollegium einbinden
Sprechen Sie mit dem Kollegium, der Schulleitung und idealerweise auch mit Schülervertretung und Elternbeirat. Klaeren Sie: Was wünschen sich Schüler:innen? Welche Ressourcen (Zeit, Budget, Personal) stehen zur Verfügung? Erfahrungsgemäß ist die Akzeptanz am höchsten, wenn die Lösung keinen Mehraufwand für Lehrkräfte bedeutet.
Passende Lösung wählen
Basierend auf Ihrer Bestandsaufnahme wählen Sie die passenden digitalen Kanaele. Für die meisten Schulen empfiehlt sich ein Mix aus passiven (Display) und aktiven (Portal, Tests) Elementen. Lösungen wie Jobbi bieten den Vorteil, dass Installation und Pflege komplett vom Anbieter übernommen werden — die Schule muss nur eine Steckdose und einen Standort bereitstellen.
Förderung beantragen (wenn nötig)
Prüfen Sie, ob Ihr Bundesland Fördermittel für digitale Berufsorientierung bereitstellt (siehe Abschnitt 5). Bei kostenlosen Lösungen wie Jobbi entfällt dieser Schritt. Für kostenintensivere Maßnahmen (VR-Equipment, spezielle Software) kann der Digitalpakt oder eine Landesförderung in Frage kommen.
Installation und Start
Bei Jobbi: Sie melden Ihre Schule über das Kontaktformular an. Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden und vereinbaren einen Installationstermin. Das Display wird geliefert, montiert und eingerichtet — in der Regel innerhalb von 2-3 Wochen nach Anmeldung. Am Installationstag ist die Lösung sofort einsatzbereit.
Integration in den Schulalltag
Informieren Sie Schüler:innen, Eltern und das Kollegium über die neue Möglichkeit. Haengen Sie einen kurzen Hinweis neben dem Display auf. Integrieren Sie das Web-Portal in den BO-Unterricht. Nach wenigen Tagen gehört das Display zum Schulalltag — Schüler:innen schauen in der Pause automatisch darauf.
Evaluierung und Optimierung
Nach 3-6 Monaten: Prüfen Sie die Wirkung. Haben sich Schüler:innen über das Display auf Stellen beworben? Ist die Bekanntheit regionaler Ausbildungsangebote gestiegen? Jobbi stellt Schulen regelmäßige Reports zur Verfügung. Passen Sie bei Bedarf den Standort des Displays an oder ergaenzen Sie weitere digitale Kanaele.
5. Fördermöglichkeiten — Geld für digitale BO
Digitale Berufsorientierung muss nicht am Budget scheitern. Neben kostenlosen Lösungen wie Jobbi gibt es zahlreiche Förderprogramme, die Schulen bei der Digitalisierung unterstützen:
DigitalPakt Schule 2.0 (2024-2030)
Der Nachfolger des ersten Digitalpakts stellt bis 2030 weitere Milliarden für die digitale Infrastruktur an Schulen bereit. Förderfahig sind unter anderem Displays, interaktive Tafeln und Netzwerktechnik. Digitale Berufsorientierungslösungen, die fest im Schulgebaeude installiert werden, können unter bestimmten Voraussetzungen förderbar sein. Die Antraege laufen über den jeweiligen Schulträger (Gemeinde, Kreis, Stadt).
KAoA — Kein Abschluss ohne Anschluss
Nordrhein-Westfalen fördert über KAoA die systematische Berufsorientierung ab Klasse 8. Dazu gehören Potenzialanalysen, Berufsfelderkundungen und Praxisphasen. Digitale Tools können in die Standardelemente integriert und über die Landesförderung finanziert werden. Ansprechpartner: Kommunale Koordinierungsstellen.
Berufsorientierungsmaßnahmen (BOM)
Bayern fördert über die Arbeitsagentur Berufsorientierungsmaßnahmen gemäß §48 SGB III. Schulen können sich über die zuständige Agentur für Arbeit beraten lassen, welche digitalen Maßnahmen förderfahig sind. Auch die Handwerkskammern bieten häufig kostenlose digitale BO-Projekte an.
Stiftungen und Unternehmenspartnerschaften
Zahlreiche Stiftungen fördern Berufsorientierung an Schulen: die Robert Bosch Stiftung, die Bertelsmann Stiftung (Projekt "Chance Ausbildung") oder regionale Bürgerstiftungen. Auch IHKs und Handwerkskammern bieten häufig Partnerprogramme an, die digitale Infrastruktur für Schulen umfassen. Ein Anruf bei der regionalen IHK lohnt sich.
Tipp: Kostenlose Lösungen zuerst
Bevor Sie Förderantraege stellen, prüfen Sie kostenlose Alternativen. Jobbi bietet 55-Zoll-Displays, Web-Portal und App komplett kostenlos für Schulen an — ohne Antrag, ohne Buerokratie, ohne Wartezeit. Förderantraege lohnen sich für ergaenzende Maßnahmen wie VR-Equipment oder spezielle Berufsorientierungs-Software.
6. Erfolgsbeispiele — Schulen, die es vorgemacht haben
Die besten Argumente für digitale Berufsorientierung liefern Schulen, die den Schritt bereits gewagt haben. Hier drei Beispiele, die zeigen, wie unterschiedlich der Weg aussehen kann — und dass er sich immer lohnt:
Gesamtschule am Niederrhein — 850 Schüler:innen
Ausgangslage: Die Gesamtschule hatte ein klassisches schwarzes Brett für Ausbildungsangebote, das kaum beachtet wurde. Die BO-Koordinatorin organisierte einmal jährlich eine Berufsmesse mit regionalen Betrieben — mit mäßigem Interesse der Schüler:innen. Praktikumsplaetze fanden die meisten über persönliche Kontakte der Eltern.
Maßnahme: Installation eines Jobbi-Displays im Hauptflur (Naehe Mensa-Eingang). Ergaenzend wurde das Web-Portal meinjobbi.de in den WiPo-Unterricht der Klassen 9 und 10 integriert.
Ergebnis nach 6 Monaten: 34 Schüler:innen haben sich über auf dem Display angezeigte Angebote beworben. 12 davon haben einen Ausbildungsvertrag unterschrieben. Der Förderverein hat 380 Euro an Spenden aus Jobbi-Unternehmensbuchungen erhalten. Die BO-Koordinatorin berichtet, dass Schüler:innen in Beratungsgespraechen häufiger konkrete Berufswünsche aeussern.
Berufskolleg Rhein-Main — 1.200 Schüler:innen
Ausgangslage: Als Berufskolleg mit mehreren Bildungsgängen (Hoehere Handelsschule, Berufliches Gymnasium, Ausbildungsvorbereitung) hatte die Schule heterogene Bedürfnisse. Manche Schüler:innen suchten Ausbildungsplaetze, andere planten ein Studium. Die bisherige BO beschraenkte sich auf BIZ-Besuche und Einzel-Beratung.
Maßnahme: Die Schule implementierte eine Drei-Saeulen-Strategie: (1) Jobbi-Display im Eingangsfoyer für regionale Ausbildungsangebote, (2) Integration von Check-U in den BO-Unterricht für Selbsteinschätzung, (3) Teilnahme an zwei virtuellen Ausbildungsmessen pro Schuljahr.
Ergebnis nach 4 Wochen: Bereits nach dem ersten Monat berichteten Lehrkräfte, dass Schüler:innen in der Pause vor dem Display stehen und diskutieren. Die erste virtuelle Messe hatte eine Teilnahmequote von 78% (vorher bei Präsenz-Messen: ca. 55%). Die Schulleitung plant, ein zweites Display im Bereich der Ausbildungsvorbereitung zu installieren.
Gymnasium an der Ostsee — 680 Schüler:innen
Ausgangslage: In einer Region mit starker Abwanderung junger Menschen war es der Schulleitung wichtig, Schüler:innen regionale Perspektiven aufzuzeigen. Viele Schüler:innen gingen davon aus, dass "es hier keine guten Ausbildungsplaetze gibt" — ein Trugschluss, denn zahlreiche mittelständische Betriebe suchten händeringend Nachwuchs.
Maßnahme: Neben einem digitalen Info-Display im Schulgebaeude initiierte die Schule ein Pilotprojekt: Jeden Mittwoch stellten regionale Unternehmen per Videokonferenz ihre Ausbildungsberufe in der 9. und 10. Klasse vor. Die Termine wurden über das Display im Voraus angekündigt.
Ergebnis nach 5 Monaten: Die Abwanderungsquote der Abschlussklasse sank gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozentpunkte. 22 Schüler:innen unterschrieben Ausbildungsvertraege bei regionalen Betrieben — darunter 8, die zuvor ein Studium in einer anderen Stadt geplant hatten. Die IHK Rostock übernahm das Modell als Best Practice für andere Schulen in der Region.
"Das Display steht seit September im Flur und hat mehr bewirkt als zehn Jahre schwarzes Brett. Die Schüler bleiben stehen, lesen, diskutieren. Drei haben sich direkt über angezeigte Stellen beworben — das hatten wir vorher nie." — BO-Koordinatorin einer Gesamtschule im Kreis Kleve